Smart Terminals für Smart Cities

Wie Smart Cities den Alltag erleichtern

Alles wird vernetzter: Der Arbeitsplatz, die eigenen vier Wände, die Innenstädte. Smart City heißt das Zauberwort, unter dem diese Entwicklung zusammengefasst ist. Doch der Begriff bedeutet noch viel mehr. Darunter versteht man gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die für Effizienz, technologischen Fortschritt sowie grüne und sozial verbindende Konzepte stehen. Im Grunde genommen geht es darum, digitale Technologien in allen gesellschaftlichen Bereichen nutzbar zu machen.

Was abstrakt klingt, ist längst in der Lebenswirklichkeit angekommen. Das Smartphone kommuniziert mit der Heizung zuhause und reguliert die Wärme, neue Wohnformen bieten eine Reihe von Service-Leistungen an, die man digital steuern kann, Städte setzen zunehmend auf digitale Vernetzungen. Immer geht es darum, den Alltag zu erleichtern.

In zahlreichen Gesprächen, zum Beispiel mit dem Büro der Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, mit Verantwortlichen der Städte Ludwigsburg und Pfaffenhofen, mit dem Geschäftsführer von evohaus oder mit der Schweizer ARTISA Group zeigt sich: Alle Entwicklungen gehen in die gleiche Richtung und zielen auf das mobile Leben ab, wollen den lokalen Handel mit der Digitalisierung verknüpfen und in Summe den Menschen mehr Service bieten. Das gilt für Städte als große Einheit, für Wohnviertel als kleinere Einheit und für die eigenen vier Wände als kleinste Einheit.

Immer geht es um hohe Lebensqualität, optimale Versorgung und Infrastruktur sowie eine ressourceneffiziente Klimapolitik. Eine Smart City ist eine „intelligente Stadt“, die für innovative Lösungen speziell in den miteinander verknüpften Bereichen Energie, Gebäude, Mobilität und Infrastruktur inklusive Informationstechnologien steht.

Vor diesem Hintergrund wird klar, warum immer mehr Städte den Lieferverkehr mit all seinen Folgen massiv einschränken wollen. Die Lösung sind lokale Hubs, die zentral verschiedene Lieferdienste bündeln und so den Verkehr in den Innenstädten erheblich entlasten.

Ludwigsburg – eine Stadt auf dem Weg zur Smart City

Eine der zentralen Herausforderungen der Stadt Ludwigsburg liegt in einer nachhaltigen Flächenentwicklung für Wohnen und Gewerbe. Es gilt Antworten zu finden zu einer angemessenen Siedlungsdichte, den Grenzen des Wachstums sowie qualitätsvollen Grün- und Freiflächen für die Erholung und das Wohlbefinden der in Ludwigsburg lebenden und arbeitenden Menschen. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen hat die Stadt, zusammen mit Partnern aus Wirtschaft, Industrie und Forschungseinrichtungen, das Innovationsnetzwerk Living LaB gegründet.

Das Living LaB ist die kreative Antwort auf die sich stetig und immer schneller verändernde Gesellschaft und die großen gegenwärtig stattfindenden technologischen Umwälzungen. Gleichzeitig gibt es ein gewachsenes Verständnis seitens der Industrie und der Wissenschaft, Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität in den Städten gemeinsam mit Stadtverwaltungen zu erarbeiten. Schwerpunktthemen des Living LaB sind Energie und Klimaanpassung, IT und Datenmanagement, Mobilität und Architektur.

In einem von mehreren Förderprojekten sollen im Bürgerbüro neue technische Lösungen bestehende Prozesse optimieren und Mitarbeiter entlasten. Konkret geht es darum, dass zukünftig die beantragten Personalausweise und Reisepässe von den Bürgern an einem Kern 24/7 Smart Terminal abgeholt werden können. Die Besonderheit hier ist, dass der Bürger sich an dem Terminal zusätzlich über seinen Fingerabdruck-Scan verifizieren muss, um die Eindeutigkeit gewährleisten zu können.